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Überblick: Die besten Audiointerfaces unter 400€ | 2022

Überblick: Die besten Audiointerfaces unter 400€ | 2022

Allgemein.22. Mai 2022

Sobald es um Aufnahmen geht, um Produzieren und Abmischen vieler Spuren in der eigenen DAW, führt kein Weg mehr an einem Audiointerface vorbei. Dabei muss das Ganze nicht zwangsläufig teuer werden: Schon ein kleines Audiointerface entlastet den Rechner und verbessert die Audioausgabe im Vergleich zu den internen Audio-Chips. Nach guten Kopfhörern und DJ-Controllern sollte ein Audiointerface die nächste Investition sein.

Vor dem Kauf sollte man überlegen, was für die eigenen Belange wichtig ist. Neben dem Budget spielt beispielsweise eine große Rolle, wie mobil man produziert und aufnehmen will. Arbeitet man meist stationär, darf das Interface größer sein und eine externe Stromquelle verlangen. Möchte man eher unterwegs produzieren, wählt man natürlich eher ein kleineres Interface. Darüber hinaus spielt auch die Anzahl der Eingänge eine Rolle bei der Wahl eines Audiointerfaces - möchte man akustische Quellen wie Gesang oder Hardware-Synthesizer aufnehmen, kommt man mit zwei Eingängen meist nicht so weit.

Wer im Team produziert, sollte auch auf die Anzahl der Kopfhörereingänge achten - viele Audiointerfaces verfügen nur über einen Eingang. Darüber hinaus gibt es noch weitere Fragen, denen man bei der Wahl des Interfaces Beachtung schenken sollte:
Passen die technischen Gegebenheiten des Rechners zu denen des Interfaces? Gibt es bei Windows-Systemen also zum Beispiel für die jeweils installierte Version die passenden Treiber? Gibt es am Rechner einen freien USB- oder Thunderbolt-Slot? Hat es in den letzten Monaten Updates oder zumindest Ankündigungen bei Treibern und Software durch den Hersteller gegeben, um das Audiointerface auch mit neuen Systemen kompatibel zu machen (Stichwort Apple M1 CPU)?

Steinberg UR22 MK2

Mit der Firma Steinberg verbindet man vor allem "Cubase", eine der beliebtesten DAWs oder das Kürzel VST, das viele mit externen Plugins verbinden. Steinberg hat diese Schnittstelle erfunden. Das UR22 MK2 bringt zwei Eingänge, zwei Ausgänge und einen Kopfhöreranschluss mit. Im Vergleich zum Focusrite Scarlet 2i2 hat das UR22 MK2 dazu noch eine MIDI-In- und eine MIDI-Out-Buchse auf der Rückseite. Damit könnt ihr vor allem ältere Hardware-Synthesizer und Drum Machines ansteuern. Ideal, wenn man vielleicht kurz bei Freund:innen im Studio ist und etwas auf ihrem Boutique Synthesizer einspielen und aufnehmen möchte.

Steinberg UR22 MK2.

Außerdem ist das Audiointerface "class compliant", d. h., dass das Gerät direkt vom Rechner, Tablet oder Smartphone erkannt wird und ohne weitere Installationen genutzt werden kann. Außerdem mit im Gepäck ist "Cubase AI". Die Miniversion von Cubase ist stark abgespeckt im Vergleich zur großen, für den Einstieg reicht sie aber vollkommen aus.

Preis: Ca. 130 EUR
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Focusrite Scarlet 2i2 3rd Gen

Mehr Klassiker geht kaum. Die Scarlet-Reihe genießt unter Einsteiger:innen einen exzellenten Ruf. Die kleinen roten Kisten sind robust, der Hersteller liefert Treiber, die erstaunlich geringe Latenzen (Verzögerungen) ermöglichen und die Vorverstärker der beiden Inputs klingen für diese Preisklasse unerhört gut. Die Latenz spielt beim Live-einspielen oder Einsingen eine große Rolle. Je höher diese ist, desto stärker ist eine Verzögerung zwischen dem verarbeiteten Signal auf den Kopfhörern oder Monitoren und dem Signal "draußen" zu hören.

Audiointerface unter 400€: Focusrite Scarlet 2i2 3rd Gen.

Dazu sind noch ein USB-C-auf-USB-A-Kabel und jede Menge Software im Paket. So gibt es Ableton Live Lite, ProTools First, die Red 2 und Red 3 Plug-in Suite von Focusrite selbst, das Softube Time & Tone Bundle und ein Software Instrument von XLN Audio Addictive Keys. Ein separates Netzteil ist nicht notwendig.

Preis: Ca. 150 EUR
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Native Instruments Komplete Audio 6 MK2

Einer der bekanntesten Namen in der Welt von DJing und Musikproduktion ist Native Instruments. Der Berliner Gigant hat mit seinem Komplete Software Bundle so ziemlich alles abgedeckt, was Software Instrumente betrifft. Bei Controllern gibt es die legendäre Maschine Reihe, die MIDI-Keyboards der Komplete Kontrol Serie und natürlich die Traktor-DJ-Controller. Dazwischen bietet Native Instruments auch noch eine Serie von Audiointerfaces an. Eine Besonderheit der MK2-Auflage: zwei Kopfhöreranschlüsse mit separaten Lautstärkereglern. Ob bei der mehrköpfigen Aufnahme oder im DJ Team - jede:r hat andere Vorlieben, was Lautstärke des Monitorsignals betrifft. Bei einem Kopfhörereingang könnte man das Signal zwar hinterher splitten, es gibt allerdings das Problem, dass beide den gleichen Pegel bekommen.

Audiointerface unter 400€: Native Instruments Komplete Audio 6 MK2.

Das Audio 6 MK2 hat wie bei Steinbergs UR22-Interface auf der Rückseite je einen MIDI-In- und und einen MIDI-Out-Port. Dazu gibt es bei Audio-Eingängen und -Ausgängen mehr Auswahl: Neben den zwei Standard-Combo-Eingängen vorne (XLR-Stecker können hier genauso angeschlossen werden wie Klinke) sind auf der Rückseite noch zwei weitere Line-Inputs. Das Ausgangssignal eines Mischpults könnte hier zum Beispiel eingespeist werden. Außerdem gibt es insgesamt sechs Ausgänge, vier Klinke und zwei Cinch. Und natürlich sind bei diesem Hersteller auch jede Menge Plugins (Monark, Replika, Mod Pack, Sold Bus Comp) und DAWs (Ableton Live Lite 10, Traktor 3 LE) im Gepäck.

Preis: Ca. 200 EUR
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SSL2+

Der Name SSL (Solid State Logic) lässt die Augen vieler Studionerds leuchten und steht für die großen Mischpulte, den druckvollen Studiosound, unzählige legendäre Tracks und Alben, die darauf produziert wurden. Aber auch SSL hat die Zeichen der Zeit erkannt: mobiles Produzieren, zu Hause Tracks machen, im Urlaub ein Album produzieren. Das geht natürlich nur mit mobilem Audiointerface. Das SSL2+ bringt alles mit, was es zum Produzieren braucht und hat dazu natürlich auch den typischen SSL-Sound.

Audiointerface für unter 400€: SSL2+.

So kann bei jedem der zwei Eingänge auf Knopfdruck der "Legacy 4K"-Modus aktiviert werden. Der hat nichts mit erhöhter Bildschirmauflösung, sondern mit der legendären SSL 4000er Serie zu tun. Pulte dieser Serie werden vor allem für ihren Sound verehrt. Mit dieser Funktion bekommen Aufnahmen diesen Sound. Wie beim Audio 6 MK 2 gibt es dazu beim SSL2+ zwei separat einstellbare Kopfhöreranschlüsse und natürlich die von den großen Pulten berühmte Optik der Regler.

Preis: Ca. 250 EUR
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Presonus Studio 1810c

Wer einiges an Hardware zu Hause oder im Studio stehen hat oder gerne Live-Performances von mehreren Musiker:innen gleichzeitig aufnimmt, der braucht entweder ein separates Mischpult, dessen Summe dann in das Audiointerface gespeist wird, oder ein Interface, das mehr Eingänge bietet.Das Presonus 1810c verfügt über sage und schreibe 18 Eingänge. Das kann schon eine kleine Bigband sein. Wie das geht bei so einem kleinen Interface? Über ADAT, eine Schnittstelle (vergleichbar mit USB), über die Studiogeräte, also Interfaces, Mischpulte und Rekorder, Signale digital austauschen.

Presonus Studio 1810c.

Für ein Interface wie das 1810c bedeutet das, dass neben den zehn Eingängen am Interface selbst noch acht weitere über einen entsprechenden ADAT-Wandler, wie er in vielen neueren Mischpulten eingebaut ist, eingespeist werden können. Durch die digitale Verbindung wird jede Spur einzeln abgenommen. Zwei Kopfhöreranschlüsse, MIDI-In und MIDI-Out, sogar für ein S/PDIF-Signal gibt es Ein- und Ausgang. Und wichtig für alle Modular-Synth-Nerds: die Ausgänge sind DC-gekoppelt! Sie können also Steuerspannungen (CV) senden, womit man externe Sequencer, VCOs und alle anderen Module ansteuern kann.

Preis: Ca. 399 EUR
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Veröffentlicht in Allgemein und getaggt mit 1810c, Audiointerface, dj, Focusrite, Komplete Audio 6 MK2, Native Instruments, Presonus Studio, Producer, Scarlet 2i2 3rd Gen, Solid State Logic, SSL2+, Steinberg, UR22 MK2

Geschrieben von:
Tobias Homburger

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