Verlassene Radarstationen, alte Schwimmbäder oder ehemalige Kraftwerke. Die Verantwortlichen des Berliner Nachtlebens sind einfallsreich, wenn es um das Finden von alternativen Venues geht. Das Ausweichen auf (anfängliche) Off-Locations hat in der Hauptstadt spätestens seit dem Mauerfall Tradition.

Nun kommt, wie der Guardian berichtet, auch der Flughafen Tegel als potentieller Ort für Veranstaltungen infrage. Zwar ist der im Nord-Westen Berlins befindliche Komplex momentan noch im Betrieb, auch gerade um den sich immer weiter verzögernden BER zu kompensieren, dennoch wird bereits an die Zeit danach gedacht: Berlins Kulturminister Klaus Lederer und Lutz Leichsenring von der Clubcommision haben das Gelände letzten Monat besichtigt und können sich dort Open-Airs und Clubs vorstellen. Der Ort böte sich für temporäre als auch dauerhafte Konzepte an. Auch Tonstudios passen in die Vorstellungen, am TXL könnte somit ein neuer Kreativ-Hub für elektronische Musik entstehen, ähnlich wie es momentan beispielsweise am Holzmarkt der Fall ist.

Allerdings steht nicht nur die Erweiterung des Berliner Nachtlebens auf dem Programm, das Gelände des Flughafen Tegels soll künftig auch für in der Stadt dringend benötigten Wohnraum in Anbetracht kommen und somit die Stadtgrenzen vergrößern. Die Schließung des Flughafen Tegels ist abhängig von der Eröffnung des BER. Diese ist momentan auf Oktober 2020 angesetzt, es wird also noch ein wenig Zeit verstreichen, bis auf TXL gefeiert wird...

 

Posted by:Marius Pritzl

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