Yamaha SEQTRAK: Yamahas eigene OP-1?

Yamaha SEQTRAK: Yamahas eigene OP-1?

News. 16. Januar 2024 | 4,3 / 5,0

Geschrieben von:
Redaktion

Per sogenanntem Shadow Drop wurde der Yamaha SEQTRACK vorgestellt. Eine Groovebox mit FM- und AWM, die sich optisch und vom Konzept als Konkurrenz zur OP-1 von Teenage Engineering positioniert.

Spätestens jetzt sollte eigentlich klar sein: Wir leben in der Groovebox-Ära. So ziemlich jeder Hersteller schickt sich in den letzten Jahren an, eine eigene oder gleich mehrere Grooveboxen zu veröffentlichen. Warum ist das so? Sind wir es satt, ständig auf Bildschirme zu gucken, weil wir es im Alltag durchgehend machen? Brauchen wir die Limitierung und Grenzen, die uns einzelne Geräte diktieren, oder hat jahrelanges Laptop-Musiker-Blaming dazu geführt, dass im elektronischen Bereich eine Sehnsucht nach Performance und Instrumente entstanden ist? Die Antwort ist bestimmt eine Mischung aus allen Gründen, jedenfalls bringt uns der Trend viele spannende Geräte und im Falle von Yamahas neuester Groovebox auch richtig schicke.

Yamaha SEQTRAK

Die SEQTRAK ist Synthesizer, Sampler, Drum Machine und Sequencer in einem. So weit so klassisch für Grooveboxen, baut Yamaha aber auf ihr eigenes Konzept aus FM-Synthese in Verbindung mit der hauseigenen samplebasierten AWM2-Synthese. Diese ist polyphon und bietet 128 Stimmen und wird mit den vier Operatoren zu jeweils acht Stimmen aus dem FM-Bereich ergänzt. Die Klangerzeugung wird durch samplebasierte Drum Machine mit sieben Tracks abgerundet.

Der zweite große Bereich ist der Sequencer, der über elf Tracks verfügt. Neben den erwähnten sieben Drumtracks kommen noch zwei AVM2-Tracks, ein FM-Track und ein Sample-Track hinzu. Die Drums werden klassisch über die 16 Steps einprogrammiert und man kann pro Drum Track sechs verschiedene Pattern erstellen. Die Synth- und Sample-Tracks haben eine eigene Sektion in der Mitte des Geräts. Hier können die melodischen und harmonischen Elemente auf sieben Tasten eingespielt werden. Damit ist auch klar, dass man einen stark Skalen bezogenen Ansatz gewählt hat. Neben Dur und Moll kann man noch Pentatoniken und die klassischen Modi von dorisch bis mixolydisch wählen. Die Auswahl der Skalen und der Tonart sieht auf den ersten Blick etwas fummelig aus, da man keine klare visuelle Rückmeldung bekommt, was gerade ausgewählt ist. Aber dann muss man halt das Gehör etwas schulen. Schade ist allerdings, dass die Möglichkeit für chromatische Skalen und Zwischenschritte scheinbar nicht gegeben ist. 

SEQTRAK gibt es auch im eleganten Schwarz/Grau

Die Handhabung sieht dafür auf den ersten Blick, dank aufgeräumtem Design sehr gut aus. Die Sequencer- und Sound-Sektion ist klar voneinander getrennt, die Buttons alle sauber angeordnet und groß genug. Interessant ist die Menüsteuerung über die Buttons am Seitenpanel. Das spart natürlich einerseits Platz auf der Oberfläche, die dadurch nicht überladen wird und könnte für eine gute Positionierung der Hände während des Workflows sorgen.

Die rechte Sektion gehört den Modulationsmöglichkeiten und den Effekten. Es gibt verschiedene Delays und Reverbs, sowie insgesamt 85 Single- und Mastereffekte. Zudem bekommt der jeweils ausgewählte Effekt, der High Pass und der Repeater ein eigenes Performance-Feld, das per Touch gesteuert wird.

Bei den Anschlüssen finden wir einen Stereo-Eingang, über den gesampelt wird. Wahlweise kann auch das integrierte Mikrofon dazu genutzt werden. Dazu kommt ein Stereo-/Kopfhörerausgang, MIDI In/Out, sowie eine USB-C Buchse, über die SEQTRAK geladen wird und Audio- und MIDI-Daten übertragen werden.

Die Yamaha SEQTRAK ist ab sofort in zwei verschiedenen Farbvariationen unter anderem hier für 399 Euro erhältlich. Weitere Informationen findet ihr hier

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