Demonstration am Freitag: Rave-Aufstand für eine klimagerechte Welt
© Reclaim Club Culture

Demonstration am Freitag: Rave-Aufstand für eine klimagerechte Welt

News 19. September 2019

Reclaim Club Culture beteiligt sich am Globalen Klimastreik in Berlin.

Für den morgigen Freitag, 20. September, ruft das Netzwerk 'Reclaim Club Culture' im Rahmen des Globalen Klimastreiks zum Rave-Aufstand auf. Das Netzwerk aus Kollektiven, ClubbetreiberInnen und Aktiven der Berliner Clubszene tritt mit diesem öffentlichen Rave für einen Systemwandel hin zu einer klimagerechten, toleranten und solidarischen Gesellschaft ein. "Innerhalb der kapitalistischen Verwertung gibt es nix mehr zu Feiern", heißt es im Aufruf zum Rave Aufstand. Gemäß der Devise "the only good system is a sound system" fordert Reclaim Club Culture konsequenterweise: "Kapitalismus wegbassen". 

Während wir selbstorganisiert, ressourcenschonunglos und antiautoritär Biotope und Utopien gestalten, erleben wir, dass unsere DIY-Ästhetik in Kreativnischen der Überflussgesellschaft nur dort geduldet wird, wo sie ihre Alternativlosigkeit nicht infrage stellt.

RCC

Der Rave Aufstand startet um 15 Uhr am Potsdamer Platz und wird mit diversen Wagen und Soundsystemen bis zum Alexanderplatz in Berlin Mitte ziehen. Die Bewegung 'Fridays For Future' startet bereits um 12 Uhr am Brandenburger Tor mit der Großdemonstration #AllefürsKlima, zu der auch viele Gewerkschaften und Unternehmen aufgerufen haben und bei der erstmals nicht nur Schüler und Schülerinnen, sondern auch Arbeitnehmende vermehrt teilnehmen wollen. 

Am Dienstag, 17. September, beteiligten sich zwei SprecherInnen von Reclaim Club Culture unter dem Pseudonym Rosa Rave bereits an einer Pressekonferenz zum Globalen Klimastreik im Theater HAU (Hebbel am Ufer Berlin). Den Aufruf zum Rave Aufstand verbreitet das Netzwerk vor allem bei Facebook und Twitter

Reclaim Club Culture hatte bereits im Mai letzten Jahres eine Demonstration unter dem Motto "AfD wegbassen" (hier unser Nachbericht) organisiert. Der jetzige Rave steht unter dem Motto "No Future No Dancefloor". Den Aufruf unterzeichneten eine lange Liste an UnterstützerInnen, unter anderem die Berliner Clubs about blank, Jonny Knüppel, KaterBlau, Mensch Meier und Sisyphos sowie die Labels Get Physical Music und Stil vor Talent. Erneut bezieht die Berliner Clubszene damit eindeutig Stellung gegen Kommerzialisierung, Konsum und kapitalistische Verdrängung von politischen Freiräumen und somit gegen gesellschaftliche Faktoren, die eng mit dem Thema Klimagerechtigkeit verknüpft sind. Full Support!

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