Facebook: Verschärfte Richtlinien für DJ-Livestreams

Facebook: Verschärfte Richtlinien für DJ-Livestreams

News 8. September 2020

Ab 1. Oktober verschärft Facebook seine Richtlinien für Videos und Livestreams. Das bedeutet das vorläufige Aus für DJ Livestreams. 

Erst im April hatte Facebook neue Funktionen für Live-Videos angekündigt, darunter eine Bezahl-Option zur Monetarisierung von Livestreams. Das hatte der US-Konzern mit einer gestiegenen Nachfrage nach Livestreams begründet. Nun scheint es zumindest für DJs wieder einen Schritt rückwärts zu gehen. So heißt es in den neuen Facebook-Richtlinien, die am 1.Oktober in Kraft treten, wie folgt:

"Sie dürfen keine Videos [oder Livestreams] auf unseren Produktseiten bereitstellen, um ein Musikhör-Erlebnis zu schaffen."

Dabei weist der Konzern explizit darauf hin, dass seine Upload- bzw. Live-Funktion für Videos hauptsächlich für den familiären Austausch und für den FreundInnenkreis gedacht ist. Wer das missachtet, dem drohen harte Konsequenzen: Facbook behält sich nicht nur vor, das betreffende Video, sondern ggf. auch das entsprechende Profil der Person bzw. die Gruppe zu löschen.

Auch wenn die Rechte an der ausgespielten Musik nicht vorliegen, kann ein Video gelöscht werden. Facebook weist ausdrücklich darauf hin, dass darüber hinaus zur kommerziellen Musik-Nutzung die entsprechende Lizenz vorliegen muss - obwohl es "Musikhör-Erlebnisse", wie DJ Livestreams, in den gleichen Richtlinien komplett untersagt. Das begründet sich evtl. darin, dass das neue Verbot für große KünstlerInnen und bekannte Labels nicht zu gelten scheint. Wie das Online-Magazin Digital DJ Tips vermutet, stecken dahinter geheime Deals, die Facebook mit den Branchengrößen abschließt.

Wie streng die Plattform die neuen Richtlinien anwendet, wird sich im Oktober herausstellen.

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Geschrieben von:
Redaktion

2 Kommentare zu "Facebook: Verschärfte Richtlinien für DJ-Livestreams"

Michael Schröder 9. September 2020 • 20:17 Uhr

Für uns "kleine" Local DJs der Tod ... 🙈🤷🏻‍♂️

GoogleMachtFrei 11. September 2020 • 13:13 Uhr

Die Endlösung ist doch ganz einfach.
Man muss doch nur bei Mark Nazibergs DiskriminierungsBook nen Youtube Livestream Link angeben. :P

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