nanoloop ist ein Mix aus Synth, Sequenzer und Videogame
Bildquelle: Oliver Wittchow / Kickstarter

nanoloop ist ein Mix aus Synth, Sequenzer und Videogame

News 19. März 2019

Nachdem nanoloop bereits vor Jahren sein Debüt auf dem originalen Gameboy von Nintendo feierte, gibt es jetzt eine Stand-alone-Version auf Kickstarter.

1999 brachte der Hamburger Oliver Wittchow die erste Version von nanoloop heraus. Das kleine Modul erschien für Nintendos Gameboy - eine Konsole, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits längst museumsreif war. Die kleine Spielmaschine mit dem Monochrom-Bildschirm hat aber klangliche Qualitäten, die nach wie vor vielen Musikern gefällt. Kein Wunder, dass nanoloop ein Erfolg wurde. Wenige Jahre später folgte eine Version für den Gameboy Advance. Und weil das einfache Konzept und das einzigartige Interface immer neue Fans gewinnen konnte, gibt es sogar Apps für Android und iOS. Eine der letzten Versionen ist "nanoloop mono", die auf den original Gameboys mit einem komplett analogen Signalpfad und sogar analogen Filtern überraschte.

Jetzt stellt der Entwickler ein ganz neues Projekt vor. Unter dem gleichen Namen soll es bald eine eigenständige Hardware geben, die ansonsten auf dem bewährten Konzept basiert. Ein Synthesizer mit vier Kanälen sitzt hier drin. Für die Synthese gibt es verschiedene Modelle: Duale Rechteck-Schwingungsformen mit analogem Filter, bis zu vierstimmige polyphone oder monophone FM, Noise und Clicks. Der Sequenzer ist in einer 4x4 Matrix aufgebaut. Auf jedem Step können sämtliche Parameter programmiert und auch transponiert werden. "Meta Step" spielt Noten nur bei jedem zweiten oder vierten Loop und sorgt so für Abwechslung. Polyrhythmische Spielereien sind möglich, weil jeder Kanal ein unterschiedlich langes Pattern haben kann und sogar ein eigenes Tempo. Verschiedene zufällige Parameter erzeugen noch mehr Abwechslung.

Neben dem Audioausgang gibt es einen Ein- und Ausgang, der MIDI Sync und auch CV beherrscht. Das ist genial! Das Interface sieht für Neulinge zunächst sehr kryptisch aus, lädt aber gleichzeitig zum Spielen ein. Und bei der Steuerung mit dem Kreuz und den vier Buttons kommt natürlich auch direkt ein Zocker-Feeling auf. Die Hardware wird mit Batterien betrieben, ein spontaner Jam in U-Bahn und Park sind also überhaupt kein Problem. Sequenzen und daraus erstellte Tracks speichert das Gerät auf einer eingesteckten MicroSD-Karte. Der Prototyp sieht noch ziemlich roh aus, am Ende sollen diverse Farbvarianten zur Auswahl stehen.

Wenn euch jetzt das Wasser im Mund zusammenlaufen sollte, sei noch folgendes gesagt: Bis jetzt ist nanoloop nur ein Projekt auf Kickstarter. Die Finanzierung ist aber bereits mehr als drei mal im Kasten, die ersten Geräte sollen ab Spätsommer ausgeliefert werden. Mit 102 Euro seid ihr hier in Deutschland inklusive der Versandkosten dabei. Wer kann da widerstehen?

Hier geht es zum Projekt auf Kickstarter.

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