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Überblick: Die fünf besten Freeware-EQs für PC & Mac

Überblick: Die fünf besten Freeware-EQs für PC & Mac

Features 24. Oktober 2021

Equalizer sind auch in Zeiten digitaler Produktion nicht aus dem Musik-Schaffensprozess wegzudenken. Ob man nun beim Mastering etwas Feinschliff braucht oder chirurgisch Störfrequenzen entfernen muss, einer Synth-Spur die Harshness nehmen oder sie mit etwas analoger Wärme versehen möchte oder einfach eine Kick-Drum bei 30 Hz lowcutten will - EQing ist und bleibt ein essenzieller Teil des Sounddesigns und des Mixing- bzw. Mastering-Prozesses. Da nicht unbedingt bei jeder DAW der native EQ überzeugt, sollte man sich ruhig immer mal wieder nach ein paar kostenlosen Varianten umsehen. Deshalb stellen wir euch nun die fünf besten Freeware-EQs vor.

Ignite Amps: PTEq-X

Schon am Namen erkennt man, welche analoge Hardware beim PTEq-X emuliert wurde. Es handelt sich dabei um einen der meist benutzten Studio-EQs aller Zeiten, nämlich den berüchtigten EQP-1A von Pulse Technologies Inc., kurz Pultec. Wer die berühmte Two-Knob-Technique nutzen möchte, bei der die gleiche Frequenz gleichzeitig angehoben und abgesenkt wird, kommt um eine Pultec-Emulation quasi nicht herum.

Freeware EQ: PTEq-X.

Aber damit nicht genug, Ignite Amps hat direkt zwei weitere Pultec-Emulationen in ihr Freeware-Tool integriert: den Midrange-Equalizer MEQ-5 und das Filter-Modul HL3C. Vor allem aber klingt die detailgetreue Emulation hervorragend, die direkt bei KVR heruntergeladen werden kann.

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Tokyo Dawn Labs: Nova

Nova von Tokyo Dawn Labs ist ein cleaner und klanglich neutraler Software-EQ, mit dem auch feine und präzise Eingriffe in das Signal möglich sind, obwohl die Flankensteilheit durchaus ihre Grenzen hat. Färbungen des Signals bleiben weitestgehend aus, was zum Beispiel beim Mastering gern gesehen ist.

Freeware EQ: Nova.

Die vier EQ-Bänder lassen sich auch solo abhören, hinzu kommen ein High- und ein Low-Pass-Filter. Highlight von Nova ist allerdings die Möglichkeit, den Effekt auch als dynamischen EQ einzusetzen. Jedes Band verfügt also über einen eigenen Kompressor, über den die jeweiligen Frequenzbereiche also nicht permanent, sondern nur in Abhängigkeit anderer Signale unterdrückt werden.

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Voxengo: Marvel GEQ

Nutzt man herkömmliche EQs, kommt es durch die Bearbeitung bei den betroffenen Frequenzen zu kleinen zeitlichen Verschiebung, auch Phase genannt. Das Problem dabei ist, das sich dadurch der Klang des Signals verändert. Ein phasenlinearer EQ sorgt dagegen dafür, dass sich die zeitliche Verschiebung auf alle Frequenzen gleich auswirkt und der Klang damit wieder unverändert bleibt.

Freeware EQ: Voxengo.

Marvel GEQ von Voxengo ist so ein phasenlinearer EQ, der 16 Bänder und über die acht Ein- und Ausgänge zusätzlich sehr viel Flexibilität bietet. Die Reglerstände können per Maus eingezeichnet werden und selbst M/S-Bearbeitung ist möglich. Undo/Redo-Funktion und A/B-Vergleich sind ebenfalls mit an Bord.

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Fuse Audio Labs: RS-W2395C

Auch dieser EQ wurde von Hardware inspiriert, nämlich vom einem klassischen Vintage-Baxandall-EQ aus den 50er-Jahren. Für die Emulation hat sich Fuse Audio Labs eigens mit Analog-Experte Roger Schult zusammengetan. Das Ergebnis ist ein Tool, das auf musikalische Art und Weise eher breite Striche als chirurgische EQ-Eingriffe in das Signal ermöglicht.

Freeware EQ: Fuse.
Drei Bänder sind kontrollierbar, wobei die Höhen und Tiefen durch jeweils ein Shelving-Filter gesteuert werden, deren Wirkung dynamisch zunimmt und den eingestellten Frequenzbereich sowohl heben als auch senken kann. Das Mittenband ist semiparametrisch, denn der Q-Wert bietet drei festgelegte Positionen, die Drive-Funktion sorgt zusätzlich für den berühmten analogen Touch.

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AudioThing: Blindfold EQ

In Sylvia Massys Buch "Recording Unhinged" kommt auch Producer-Legende Matt Wallace zu Wort. Dort erklärt dieser, dass aus seiner Sicht die meisten Anwender eines EQs den Fehler begehen, diesen eher optisch zu nutzen, indem sie nur auf die eingestellten Werte achten. Aber schließlich geht es beim Mixing ja um den Sound und damit um die Ohren.


So war die Idee für Blindfold EQ von AudioThing geboren, denn dieser EQ enthält seinen User:innen einfach alle Werte vor und schickt sie so auf einen Blindflug. Beim Einstellen der vier Bänder (LF, LMF, HMF und HF) muss man sich so wirklich nur auf den Klang und die eigenen Ohren verlassen. Back to the roots also.

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Veröffentlicht in Features und getaggt mit AudioThing , Blindfold EQ , Equalizer , Freeware , Fuse Audio Labs , Ignite Amps , kostenlos , Marvel GEQ , Plugin , PTEq-X , RS-W2395C , Voxengo

Geschrieben von:
Tobias Homburger

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