Behringer TD-3: TB-303-Klon ab sofort vorbestellbar

Behringer TD-3: TB-303-Klon ab sofort vorbestellbar

News 12. November 2019

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Behringer einen Klon des Synth-Klassikers TB-303 ankündigte. Nun ist es soweit: Die TD-3 kann offiziell vorbestellt werden.

Behringer erfüllt gerade über lange Jahre gehegte Wünsche der Gearszene: Mittlerweile sind etliche Klassiker neu aufgelegt oder kurz vor Release. Durch die niedrigen Preise wird der Markt momentan ganz schön aufgemischt, ein analoger Klon der TR-808 oder des Minimoogs für unter 300 EUR überzeugt gegenüber Gebrauchtpreisen von mehreren Tausend Euro einfach, zumal die Geräte auch in ihrer Qualität nicht enttäuschen.

Jetzt steht der nächste wahrscheinlich große Wurf an, die TB-303 von Hersteller Roland wird nachgebaut. Nachdem letzte Woche ein erstes Video in Rave- und Acid-Ästhetik bereits auf YouTube veröffentlicht wurde, wurde der Klon nun auch offiziell vorgestellt:

Die Behringer TD-3 wird in den drei Farben blau, silber und rot erhältlich sein, abgerufen wird dazu ein Preis von 149 EUR. Dieser Preis ist unschlagbar niedrig für einen vollanalogen TB-303-Klon, selbst für Behringer-Verhältnisse. Als erster Händler bietet übrigens Thomann die begehrten Klone an, die Vorbestellung dauert ca. 2-3 Wochen.

Behringer TD-3 vorbestellen

Features

  • vollanaloger Signalweg aus VCO, VCF und VCA
  • VCO umschaltbar zwischen Sägezahn und Rechteck
  • 4-Pol Tiefpassfilter mit Resonanz
  • VCF-Envelope-Intensität und Envelope-Decay regelbar
  • regelbarer Accent
  • integrierter Verzerrer mit Klangregelung
  • 16-Step-Sequencer mit 250 Pattern-Speicherplätzen
  • Arpeggiator
  • Poly-Chaining von bis zu 16 Geräten möglich
  • Audioeingang zur Klangbearbeitung externer Quellen: 3,5 mm Klinke
  • Sync In & CV/Gate-Ausgänge: 3,5 mm Klinke
  • Stereo-Kopfhörerausgang: 3,5 mm Klinke
  • Line-Ausgang: 6,3 mm Klinke
  • USB-MIDI und MIDI In/Out
  • Farbe: blau
  • inkl. Netzteil (9 V DC)

Roland TB-303 Kontext

Ursprünglich als Maschine für die Bass-Begleitung von Gitarristen konzipiert, entwickelt sich die 303 nach ihrer Markteinführung 1982 zu einem Ladenhüter. Der Klang ist zu künstlich und zu weit entfernt von einem richtigen Bassist, als dass sie ihrer ursprünglichen Intention zuverlässig nachkommen kann. In der Folge wird die Produktion eingestellt, der Synthesizer landet zu günstigsten Preisen in den Ausverkaufsecken der Händler und wird damit auch für experimentierfreundliche (Bedroom-) Producer erschwinglich und dadurch interessant. Der Missbrauch von Audio-Equipment, die Grenzen von Geräten auszutesten und sie zweckzuentfremden ist seit jeher beliebt, die 303 wird zu einem Paradebeispiel dieses Phänomens und damit zur Grundlage von Acid in seinen verschiedenen Ausprägungen.

Heute ist die TB-303 ein begehrter Synthesizer mit Legendenstatus, der gebraucht Preise von über 2000 EUR abruft. Der Erfolg ermuntert andere Hersteller Klone auf den Markt zu werfen, es gibt sie zuhauf, sowohl als Soft- als auch als Hardware, und sie unterstreichen eindrucksvoll den Status des Originals. Behringer ist also mitnichten der erste Dritthersteller, der sich an dieses legendäre Instrument wagt, selbst Roland hat in Form der TB-03 den Klassiker neu aufgelegt.

Mit der Behringer TD-3 SR schließt sich gewissermaßen auch wieder der Kreis: Vom Preisverfall-Synthie zum gehypten Instrument, hin zu unerschwinglichen Gebrauchtpreisen und ebenfalls teueren Klonen bis schließlich zur günstigen Behringer-303.

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Geschrieben von:
Redaktion

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