Clubcommission kritisiert neue Corona-Maßnahmen in Berlin
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Clubcommission kritisiert neue Corona-Maßnahmen in Berlin

News 13. Oktober 2020

Die Clubcommission kritisiert die neuen Maßnahmen, die der Berliner Senat gegen die Ausbreitung von COVID-19 ergriffen hat. Statt Alkoholverbot und Sperrstunde schlägt der Verein ein Schnelltestverfahren für Veranstaltungen vor.

"Verbote und Sperrstunden sind der falsche Ansatz." So heißt es in einer Pressemitteilung, mit der die Clubcommission zu den neuen Corona-Maßnahmen in Berlin Stellung nimmt. Der Verein weist darauf hin, dass sich Berliner Clubs und Veranstaltungsstätten in den letzen Monaten "fast ausschließlich" verantwortungsvoll verhalten hätten. Sie hätten gezeigt, dass sie auch coronakonforme Veranstaltungen durchführen können, unter anderem am Tag der Clubkultur.

Statt einer Sperrstunde ab 23 Uhr und einem Alkoholverbot, beides gültig seit dem 10.10.2020, schlägt die Clubcommission ein Schnelltestverfahren vor. Damit können sich die Gäste im Eintrittsbereich von Clubs freiwillig auf COVID-19 testen lassen. Die Clubcommission spricht von Testkapazitäten für bis zu 1000 Menschen pro Abend. Die aktuellen Hygieneregeln sollten indes weiter eingehalten werden. Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission, kommentiert:

"Wenn Frau Senatorin Kalayci leichtfertig gegenüber Medien davon spricht, 'das Nachtleben ausschalten' zu wollen, dann ist das nicht nur für zehntausende Mitarbeiter*innen und Künstler*innen ein Schlag ins Gesicht, für die in dieser Krise ihre Existenz auf dem Spiel steht. Es ist auch ein verbaler Angriff auf das, was seit über 100 Jahren soziokulturell identitätsstiftend für diese Stadt ist."

Der Verein argumentiert mit Blick auf die Statistiken des Robert-Koch-Instituts, die zeigen, dass größere Infektionsketten zuletzt vor allem im privaten Bereich entstanden sind, etwa bei privaten Feiern in Innenräumen. Daher warnt man vor den Menschenansammlungen, die bei gleichzeitiger Schließung aller Bars, Restaurants und Clubs entstünden und sich eventuell an andere öffentliche Orte begeben könnten. So könne sich die Situation sogar noch verschärfen, heißt es in der Mitteilung.

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Redaktion

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