HUSH: Fotobuch gibt Einblicke in Berliner Clubs während des Lockdowns
©Marie Staggat

HUSH: Fotobuch gibt Einblicke in Berliner Clubs während des Lockdowns

News 15. Februar 2021

Seit März 2020 sind die Lichter der Berliner Clubs abgedreht. Für das Buch "HUSH: Berliner Clubkultur in Zeiten der Stille" wurden die Tore geöffnet, um einen Einblick in das stillgelegte Clubleben zu bekommen. 

Leere Dancefloors sind kein Anblick an den man sich gewöhnen möchte. Die schwierigen Umstände für die gesamte Eventbranche in dieser einmaligen Zeit festzuhalten ist aber nicht nur für zukünftige Historiker wichtig. Vielmehr gibt man persönlichen Schicksalen und gebeutelten Personen eine Bühne, die sonst bei all dem täglichen Wahnsinn untergehen würden. Für HUSH war Fotografin Marie Staggat, die jahrelang für das Tresor gearbeitet hat, mit Journalist Timo Stein in 42  Berliner Clubs unterwegs, um sich einen Einblick zu der aktuellen Lage zu verschaffen. Dabei wurden sowohl die wie ausgestorben wirkenden Locations in untypischen Zustand abgelichtet, als auch mit den in der Partyszene arbeitenden Menschen geredet.

Mehr als nur Clubs

Staggat und Stein waren von April bis Dezember unterwegs und führten Interviews mit Manager*innen, Barkeeper*innen, Türsteher*innen, DJs, Reinigungspersonal und Hausmeistern. Viele stehen vor einer ungewissen Zukunft, da staatliche Hilfen für die Kulturszene in vielen Fällen nicht rechtzeitig oder gar nicht angekommen sind. Im Sommer wurde viel improvisiert: mit bestuhlten Outdoorbereichen und Essenständen oder mit Livemusik ohne Dancefloor. Doch diese Konzepte hielten nur bis zu den nächsten Maßnahmen und so mussten sich die Mitarbeiter*innen der Clubs neue Beschäftigungen in ganz anderen Bereichen suchen. Staggat porträtiert diese Menschen und lässt sie so ihre persönlichen Geschichten dieser Zeit erzählten. Zwar gibt es auch viele Initiativen wie Spenden und Livestreams. Das Geld reicht allerdings nicht für die tausenden (ehemals) Beschäftigten aus. Das Buch hat diese einmalige Zeit zusammengeführt und beschreibt den aktuellen Zustand der Clubs vieler Einzelschicksale.


Tresor
Tresor / ©Marie Staggat
SchwuZ
SchwuZ / © Marie Staggat
Kitkat
KitKat / © Marie Staggat
Anita Berber
Anita Berber / © Marie Staggat

Das Buch erscheint am 1. März für 30€ im Parthas Verlag und hat 360 Seiten. Alle Einnahmen kommen beteiligten Berliner Clubs zugute.

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Redaktion

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