Eines der essentiellsten Tools eines DJs sind die Kopfhörer, wenn nicht gar das wichtigste. Ohne sie ist das Vorhören der Tracks unmöglich, sie sind ständiger Wegbegleiter. Sei es um unterwegs neue Tracks zu checken oder beim Auflegen präzise zu Mixen. Dementsprechend verdienen sie eine gesonderte Aufmerksamkeit und müssen auch bestimmten Anforderungen standhalten:

Häufiges Transportieren wird einfacher, wenn die Kopfhörer faltbar sind und deswegen weniger Platz im Gepäck einnehmen. Eine zusätzliche Tasche oder Hülle schützt vor Abnutzungen. Während des Auflegens sind Kopfhörer ständig in Bewegung, damit der Kopfhörer nicht so leicht vom verrutscht, ist ein bequemer und fester Sitz wichtig. Hier spielen die Härte und die Anpassung von Ohrpolstern und Bügel eine Rolle. Ein langes und dehnbares Kabel sorgt für die nötige Bewegungsfreiheit. Und sofern das Kabel austauschbar ist, muss man bei einem Kabelbruch nicht gleich einen kompletten Kopfhörer ersetzen. Darüber hinaus hat jeder DJ eigene Präferenzen was den Sound, das Aussehen und den Tragestil betrifft. Wir haben uns fünf DJ-Kopfhörer in der Preisklasse um die 200 Euro rausgesucht, die sich professionell einsetzen lassen und die man als DJ gehört und getragen haben muss:

Sennheiser HD-25

Ursprünglich als Broadcastkopfhörer angedacht, hat der Sennheiser HD-25 viele DJs durch sein Klangbild und Robustheit überzeugt und ist, ohne sich großartig verändert zu haben, seit vielen Jahren zum Standard, ja eigentlich schon zur Kopfhörer-Legende schlechthin geworden, an dem sich auch andere Hersteller messen müssen. Was der Technics für die Plattenspieler ist, stellt der HD-25 für die Headphones dar. Neben den langlebigen Treibern sind das geringe Gewicht und die zusätzlichen Gelenke an der Kopfhörerspange hervorzuheben, was vor allem das Monitoring mit einem Ohr erleichtert. Als ohraufliegender Kopfhörer meistert der HD-25 das Tragen bei längeren Sessions zwar weniger komfortabel, auch ist der Tausch der Ohrpolster etwas fummelig. Jedoch schirmt Sennheisers Klassiker gut von der Umgebung ab, was ihn für den Einsatz in Clubs prädestiniert. Die meisten DJs schätzen sein "neutrales" Klangbild und die enorme Ausgangsleistung.

Preis: ca. 150 Euro

Pioneer HDJ-X7

Der HDJ-X7 ist Teil von Pioneers jüngster DJ-Kopfhörer-Serie. Er besticht durch einen sehr hohen Tragekomfort. Die 50mm-Treiber liefern einen sauberen und druckvollen Sound, der kaum Überbetonungen vorweist. Als ohrumschließender Kopfhörer schirmt er gut ab, so dass das Mixing in lauten Umgebungen kein Problem ist. Durch seine robuste Bauweise kann man mit dem HDJ-X7 auch etwas rauer umgehen ohne dass dieser faltbare Kopfhörer sich etwas anmerken lässt. Die Ohrpolster lassen sich relativ einfach wechseln und im Lieferumfang bekommt man praktischerweise ein glattes und ein Spiralkabel mit auf den Weg. Mit 312g auf der Waage und einem Anschaffungspreis von knapp 200 Euro ist der HDJ-X7 in zweierlei Hinsicht kein Leichtgewicht, unterstreicht aber eindrucksvoll Pioneers Ambitionen, auf breiter Basis Marktführer in der Ausstattung von Clubs mit DJ-Equipment zu werden.

Preis: ca. 200 Euro

Audio-Technica ATH-PRO7X

Mit dem ATH-PRO7X bringt Audio-Technica einen Nachfolger des ATH-PRO700MK2 heraus, der damit einem kompletten Facelift unterworfen wurde. Das Design zeichnet sich durch eine schlanke Linie aus, bei der auf herausstechende Formen wie z.B. Gelenke verzichtet wurde. Stattdessen sind diese in den Ohrmuscheln verdeckt gelagert, was der Optik des Kopfhörers eine minimalistische Eleganz beschert. Die ohraufliegenden 45mm  Treiber liefern einen klaren Sound mit betonteren oberen Mitten. Der Bügel und die Ohrpolster liefern einen bequemen Sitz auf dem Kopf, was den ATH-PRO7X auch freizeittauglich macht. Bestätigt wird dies auch noch mal durch ein Glattes und ein Spiralkabel im Lieferumfang.

Ein Audio Technica ATH PRO7X Kopfhörer.

Preis: ca. 200 Euro

 

AIAIAI TMA-2

Der TMA-2 ist bisher der einzige modulare Kopfhörer am Markt, der sich für fast jeden  Anwendungsbereich zusammensetzen lässt. Jedes Bauteil des Kopfhörers gibt es in verschiedenen Ausführungen, sodass die meisten Geschmäcker abgedeckt werden. So kann man sich einen Kopfhörer fürs Studio, zum Auflegen oder auch für den Freizeitbereich zusammenstellen. Wer aber die Qual der Wahl reduzieren möchte, kann auch auf vorkonfigurierte Versionen zurückgreifen. Das Einzige was dieser Kopfhörer weniger kann ist "bunt", denn auch der dänische Hersteller AIAIAI setzt beim TMA-2 vorwiegend auf ein minimalistisch schlankes Design in der Farbe Schwarz. Das Modulare System hat auch den Vorteil, dass Ersatzteile erst einmal nicht so schnell ausgehen sollten. Leider gibt es dabei so gut wie kaum eine Möglichkeit die verschiedenen Module einmal live durchzutesten ohne dabei tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Der Preis gestaltet sich deshalb variabel ab 145 Euro aufwärts.

Ein AIAIAI TMA2 Kopfhörer.

Preis: ab 145 Euro

 

V-Moda Crossfade M-100

Der V-Moda Crossfader M-100 ist mit seinen Metalloberflächen an den Ohrmuscheln etwas eigenwillig im Design. Dennoch: Die Verarbeitung ist hochwertig und verspricht eine lange Lebensdauer. Man kann diesen Kopfhörer sowohl zum Auflegen als auch im Freizeitbereich nutzen, dafür werden zwei Kabel mitgeliefert, von denen eins mit Mikrofon und Fernbedienung ausgestattet ist. Als Besonderheit hat der Crossfade M-100 einen zusätzlichen Anschluss für einen weiteren Kopfhörer (Shareplay). Das ist bspw. praktisch wenn der Mixer im Club nur einen Anschluss hat, wirkt dafür aber auch ein wenig komisch. Die 50mm-Treiber sind ohrumschließend und sitzen dank des etwas höheren Anpressdrucks des Bügels und der ovalen Form sehr sicher auf dem Kopf. Der Sound des Crossfade M-100 ist, im Vergleich zu den anderen hier genannten Kopfhörern, im Bassbereich wesentlich betonter. Im Lieferumfang bekommt man noch ein Hartschalen-Case dazu, in das sich der Crossfade M-100 hineinfalten lässt. Mit knapp 200 Euro ist der V-Moda Crossfade M-100 nicht ganz günstig, jedoch bekommt man einen Kopfhörer in einem ausgefallenen Design, der auch in Sachen Verarbeitung überzeugt.

Preis: ca. 200 Euro

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