CDs gehören zu einer aussterbenden Gattung und Vinyl ist trotz des anhaltenden Hypes ein selten zu beobachtendes Abspielmedium im Bereich elektronischer Musik. In schnelllebigen Zeiten wie diesen sind es vor allem digitale Datei-Formate wie MP3s und WAVs, die von professionellen DJs verwendet werden. Diese lassen sich nutzerfreundlich rund um die Uhr von überall auf der Welt aus herunterladen und anschließend praktikabel auf der Festplatte oder dem USB-Stick speichern.

Eine uns allen gängige Internet-Plattform für den Musik-Download im Musikuniversum der elektronischen Musik ist Beatport. Vor allem DJs nutzen das enorm breitgefächerte Angebot des populären Dienstes, um sich Woche für Woche auf dem Laufenden zu halten. Neben exklusiven Veröffentlichungen, Vorbestellungen und Empfehlungen der Redaktion zeigen vor allem die Beatport-Charts den Stellenwert des Portals: In der Branche werden die an den Verkaufszahlen gemessenen Chart-Platzierungen wie eine Auszeichnung gehandelt. Hohe Rankings lassen auf eine große Aufmerksamkeit der DJ-Kundschaft hoffen und werden im Bestfall mit Bookings belohnt.

Beatport scheint als Plattform für den Musik-Download also mehr als etabliert zu sein. Dabei sprechen mehrere Gründe dafür, sich als DJ mal über den Tellerrand hinweg zu bewegen. Zum einen ist der Marktführer für digitale elektronische Musik nicht der preiswerteste Anbieter am Markt und bietet auch "nur" die Datei-Formate MP3, WAV und AIFF an. Zum anderen haben immer wieder wirtschaftlichen Missstände des Unternehmens gezeigt, dass man sich nicht von einem Anbieter abhängig machen sollte. Zu guter Letzt ist es auch nicht inspirierend, permanent in der Komfortzone Beatport nach neuer elektronischer Musik zu suchen. Alternative Portale können durch andere Verkaufskonzepte, kuratierte Inhalte und Suchalgorithmen einen erfrischenden Impuls bei der Suche nach unbekannten Künstlern und Labels geben. Deshalb möchten wir euch mit diesem Überblick fünf alternative Anlaufstelle zu Beatport vorstellen.

Juno Download

Juno Download wurde 2006 gegründet und ist eine eigenständige Plattform des bekannten, britischen Vinyl-Online-Shops Juno Records. Mit mehr als über fünf Millionen Musikstücken im Portfolio ist Juno Download für DJs die naheliegendste Alternative zu Beatport. Mit den Audio-Formaten MP3 in 192 oder 320 kbps, WAV, FLAC, AIFF und ALAC deckt Juno Download verglichen zu Beatport sogar eine größere Format-Range ab. Durch Kooperationen mit Labels bietet Juno Downloads zudem exklusive Veröffentlichungen an, die dementsprechend bei der Konkurrenz nicht ausfindig zu machen sind. Juno Download ist aber nicht nur Interessant für den Erwerb von digitaler elektronischer Musik, sondern im Angebotsspektrum finden sich auch wie bei Beatport Sample-Packs.

Juno Download

Traxsource

Die Gründer Marc Pomeroy und Brian Tappert von Traxsource, die selbst als Producer und Labelbetreiber aktiv sind, halten vor allem die Fahne für das Musik-Genre House hoch. Der Grundstein für ihren Online-Musikdienst für elektronische Musik wurde 2004 gelegt. Mittlerweile sind mehr als 20.000 Labels und 250.000 Artists auf ihrer Plattform zu finden. Der amerikanische Spezialist für Soulful, Deep, Classic und Afro House bietet DJs und reinen Musikkonsumenten zudem die Audio-Formate MP3, WAV und AIFF an.

Traxsource

 

Bleep

Bleep wurde 2004 vom Londoner Instanz Warp Records ins Leben gerufen. In den ersten vier Jahren fokussierte man sich ausschließlich auf die Veräußerung von Musik-Downloads. 2008 wurde das Portal um den Verkauf bzw. Versand von physischen Tonträgern erweitert. Auf der ansehnlichen Website finden sich fein selektierte Musikveröffentlichungen von britischen und internationalen Independent-Labels die im Dunstkreis elektronischer Musik beheimatet sind. Die Musik-Downloads stehen in den Audio-Formaten MP3, WAV und FLAC zur Verfügung. Außerdem lassen sich zum Teil hochaufgelöste 24-bit WAV-Dateien beziehen.

Bleep

Whatpeopleplay

Das Hamburger Download-Portal Whatpeopleplay gehört zu Wordandsound, einem Vertrieb für digitale Musik und physische Tonträger international bekannter House und Techno Labels. Die Auswahl der Audio-Formate ist mit MP3 und WAV überschaubar, die Datenbank an Veröffentlichungen besticht allerdings mit einem weitläufigen Katalog elektronischer Musik der es durchaus mit Beatport und Co. aufnehmen kann und DJs eine echte Alternative bietet. 

Whatpeopleplay

Bandcamp

Eine weitere sehr interessant Anlaufstelle für DJs und Musikkonsumenten ist die in 2007 gegründet Online-Plattform Bandcamp. Dort vertreiben in erster Linie hunderttausend unabhängige Musikschaffende, aber auch etablierte Künstler und mehr als 3.000 Labels digitale Audio-Files, physische Tonträger und Merchandise in Eigenregie. Es geht bei dieser Alternative zu Beatport also nicht nur um Musik-Downloads oder rein elektronische Musik. In Abhängigkeit der möglichen Verkaufsmodelle die der Herausgeber selbst bestimmt, können Downloads, gegebenenfalls bedingt durch die Bekanntgabe einer E-Mail Adresse, kostenlos oder zu sehr fairen Preisen erworben werden. Als Audio-Formate stehen MP3, WAV, AIFF, FLAC, ALAC, AAC und sogar Ogg Vorbis bereit.

Bandcamp

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