Überblick: Die fünf besten Synthesizer unter 1.000 EUR

Überblick: Die fünf besten Synthesizer unter 1.000 EUR

Allgemein.21. August 2022

Wer auf der Suche nach einem neuen Synthesizer ist, sieht sich einer ungeheuren Vielfalt konfrontiert. Fantastische Instrumente zahlreicher Hersteller bieten unendlich viele Möglichkeiten bei Klangerzeugung, Syntheseformen und Formfaktor. Und da es nach oben hin preislich meist keine Grenzen zu geben scheint, ist es umso wichtiger, bei seiner Suche relativ früh ein eigenes Budget zu definieren, alleine schon deshalb, um die Vielfalt des Marktes in Richtung Kaufentscheidung eingrenzen zu können. Und auch wenn das nicht immer ganz leicht fällt, halten auch wir uns an diese Regel und präsentieren euch fünf Synthesizer unter 1000 Euro, die einfach jede:r braucht.

IK Multimedia UNO Synth

Unser erster Synthesizer ist gerade mal ein bisschen größer als das DIN-A5-Format und damit perfekt für Reisen geeignet oder wenn einfach wenig Platz für Produktion oder Live-Einsatz vorhanden ist. Der italienische Hersteller IK Multimedia bot zwar schon längst Hardware wie Interfaces oder Controller an, in Zusammenarbeit mit Soundmachines ist dann zusätzlich der erste Hardware-Synthesizer entstanden.

Synthesizer die jede:r braucht: UNO Synth.

Das analoge Instrument ist monophon und bietet eine recht klassische Ausstattung, darunter zwei Oszillatoren mit jeweils drei Wellenformen, Noise-Generator, Step-Sequencer, Multimodefilter, Arpeggiator, zwei Hüllkurven, ein LFO sowie sechs Effekte. Natürlich mussten bei Größe und Preis Kompromisse eingegangen werden, der der UNO Synth aber mit umso mehr Charakter wieder wett macht.

Preis: Ca. 170 EUR
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Arturia MicroFreak

Auch Arturia aus Frankreich tanzt sehr erfolgreich auf vielen Hochzeiten des Musikmarktes, da war es wohl irgendwann an der Zeit, diese ganze Erfahrung in einem Hardware-Synthesizer zu vereinen. Heraus kam ein sehr interessantes Instrument aus der Welt der VA-Synths (virtuell-analog), das sich bereits optisch abhebt.

Dafür ist hauptsächlich die Touch-Tastatur mit 25 Tasten verantwortlich, die zwar keinen Tastenweg, dafür aber trotzdem Anschlagsdynamik und polyphonen Aftertouch bietet. Für den Sound sorgt ein digitaler Oszillator mit 16 interessanten Synthese-Typen wie Superwave, Harmo, Karplus Str. oder Formant, ein analoger State-Variable-Filter, ein LFO, zwei Hüllkurven, ein Arpeggiator, ein Step-Sequencer und eine Modulationsmatrix.

Preis: Ca. 330 EUR
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Korg Minilogue XD

Nach dem großen Erfolg des Minilogue vereinte Korg Merkmale dieses Synthesizers mit der Power des achtstimmigen Flaggschiffs Prologue - damit war der Minilogue XD geboren. Als Farbe kam ein klassisches Schwarz zum Einsatz, ansonsten blieb die Optik fast gleich und auch was den Erfolg anbelangt, sollte der Korg Minilogue XD seinem Vorgänger in nichts nachstehen.

Die zwei analogen Klangerzeuger bieten modulierbare Wellenformen, hinzu kommt ein digitaler Oszillator, der als Noise-Generator eingesetzt werden kann, über die Multi-Engine zusätzlich aber auch Frequenz-Modulation und Wavetable-Synthese ermöglicht. Somit bietet der Minilogue XD von Korg neben analogem Grund-Sound digitale Effekte und massenhaft Modulationspotenzial.

Preis: Ca. 540 EUR
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Behringer Poly D

Nachdem Behringer mit seinem Model D ja bereits einen recht erfolgreichen Minimoog-Klon erschaffen hatten, ging man beim Instrumentenbauer rund um Mastermind Uli Behringer gleich noch einen Schritt weiter. Das Ergebnis: der vierstimmige und paraphone Analog-Synthesizer Poly D, der das klangliche Original quasi weiterdenkt und erweitert.

Behringers Interpretation bietet vier analoge Oszillatoren mit jeweils drei Wellenformen (Triangle, Sawtooth und Pulse), einen Noise-Generator, ein 24dB-Ladder-Filter, zwei Hüllkurven, Chorus, einen Arpeggiator, einen Sequencer mit 32 Steps und selbst für Pitch- und Modulationsräder war genügend Platz. Der Poly D liefert damit einen satten und dem Original sehr nahe kommenden Sound, der viel Spaß macht und bei einem Bruchteil des Preises den Namen Moog nahezu vergessen macht.

Preis: Ca. 700 EUR
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Teenage Engineering OP-1

In unserer Übersicht ist der OP-1 von Teenage Engineering zwar der älteste Kandidat und liegt auch leicht über unserem Budget von 1.000 Euro - hier drücken wir mal ein Auge zu -, aber dieses besondere Instrument zählt auch heute noch zu den besten seiner Art. Das implementierte Keyboard mit den 24 Mini-Tasten ist anfangs natürlich gewöhnungsbedürftig, kann aber sogar auch als MIDI-Controller verwendet werden.

Darüber hinaus nutzt der OP-1 ein einzigartiges Bedien- und Klangkonzept, bei dem insgesamt 13 Synthesizer-Engines und sieben Effekte zusammenarbeiten. Der Synth ist auch als Sampler nutzbar und verfügt ebenfalls über einen 4-Spur Tape-Recorder, mit dem sich die klanglichen Ergebnisse festhalten lassen. Über das farbcodierte Interface ist die Bedienung trotz der vielen Möglichkeiten schlüssig und gut umsetzbar.

Preis: Ca. 1.250 EUR
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Veröffentlicht in Allgemein und getaggt mit arturia, Behringer, ik multimedia, korg, MicroFreak, Minilogue XD, OP-1, Poly D, Synthesizer, Teenage Engineering, UNO Synth

Geschrieben von:
Tobias Homburger