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Love Turntable – Bluetooth Plattenspieler

Was im ersten Augenblick aussieht, als würde Omas Brillenetui im 2.0 Design über eine Vinyl schrubben, ist in Wahrheit ein neuer Plattenspieler namens “Love Turntable” auf kickstarter.com , der per Bluetooth den Vinylsound streamen kann. Anders als bei einem konventionellen Plattenspieler bewegt sich hier nicht die Platte, sondern die Nadel. Denn “Love” ist motorisiert und fährt praktisch die Rille ab. Genutzt wird dabei eine Handelsübliche Hifi-Nadel auf der Unterseite des Gerätes, die praktisch auf einem Schlitten sitzt. Wenn Du jetzt denkst “das habe ich doch irgendwo schon mal gesehen”, dann liegst Du richtig. Ein ähnliches Prinzip gab es in rein analoger Form schon mal als Soundwagon. Dabei handelte es sich aber mehr um ein Gadget, das weniger den audiophilen Gedanken inne hatte.

Wie funktioniert das?

Der Love Turntable kann verschiedene Vinylgrößen (7,10 und 12″) und Geschwindigkeiten (33,45,78 U/min) abspielen. Die Schallplatte liegt dabei auf einer festen Unterlage, so dass “Love” die Rille abfährt. Durch das Bluetooth Interface kann der Sound an entsprechende Empfängerboxen gesendet werden. Alternativ gibt es einen Bluetoothempfänger, der an die Hifi-Anlage angeschlossen werden kann. Für die Steuerung von “Love” gibt es ein App, mit der man die Lautstärke und Geschwindigkeit einstellen kann und mit der sich sogar Titel skippen lassen, so wie man es von einem CD-Player kennt. Da “Love” nicht kabelgebunden ist, ist im Gerät ein Akku enthalten, der ca. 15 Seiten von LPs halten soll. Danach kann man “Love” per USB aufladen.

love_turntable

Fazit

Ein Plattenspieler in dieser Ausführung ist fürs DJing eher nicht zu gebrauchen. Die Akkulaufzeit und der fehlende Zugriff auf die Nadelposition wären ein No-Go. Jedoch lassen sich daraus interessante Sachen ableiten, die vielleicht in Zukunft für Turntables interessant sein dürften. Insbesondere das kabellose abspielen von Platten wäre eine Vereinfachung des konventionellen Setups. Darüber hinaus kann eine andere Lagerung der Nadel durchaus interessant im Bezug auf Auflagedruck und Rillenführung sein.

Der Love Turntable hat bereits jetzt das Investitionsziel um ein vielfaches übertroffen und dürfte deshalb bald in Produktion gehen.

Mehr Infos findest Du hier.

Turntable mit WiFi und Bluetooth

The Gearbox Automatic – HiFi Plattenspieler trifft Streaming

Eigentlich kommen Ideen wie diese von Ion-Audio oder ähnlichen Firmen. Der Gearbox Automatic ist jedoch eine Idee von Hifi-Enthusiasten. In der logischen Folge kommen Röhrenvorstufe und Bluetooth zusammen. Weiterlesen

Akai LPD 8 und LPK 25 Wireless – kompakt und kabellos

Akais beliebte Mini-Controller LPD 8 und LPK 25 sind ab Ende des Monats in kabelloser Version zu haben. Was allerdings nur eingeschränkt gilt. Weiterlesen

Mac OSX Yosemite – Handoff: Auch für DJs interessant?

Apple verkündete am 2. Juni auf der WWDC (WorldWideDeveloperConference) Keynote das für den Herbst anstehende Betriebssystem Mac OSX 10.10 Yosemite und iOS8. Benannt nach einem Nationalpark birgt das neue Betriebssystem jede Menge interne Workflow-Verbesserungen für interne Mac OSX Anwendungen. Die meisten dieser Verbesserungen sind für den Gebrauch im DJ-Bereich vermutlich weniger (oder noch nicht) relevant. Die “Continuity-Funktion” und das “Handoff-Feature” sind jedoch Neuerungen, die durchaus für Digital-DJs interessant sein können. Was die “Continuity-Funktion” und  “Handoff” überhaupt ist, entnehmt ihr am besten dem nachstehenden Auszug aus der Pressemitteilung.

Auszug der Apple-Pressemitteilung:

Die Continuity-Funktionen in Yosemite machen Mac und iOS-Gerät zu perfekten Gefährten. Sobald sich iPhone oder iPad in der Nähe des Mac befinden, ermöglicht Handoff den Beginn einer Aktivität auf einem Gerät und die Übertragung an ein anderes. Instant Hotspot macht die Verwendung des Hotspots des iPhone so einfach, wie eine Verbindung zu einem Wi-Fi-Netzwerk.  Ab sofort werden sämtliche SMS- und MMS-Nachrichten, die zuvor ausschließlich auf dem iPhone eines Nutzers erschienen sind, auf allen Geräten angezeigt. Man kann SMS- oder MMS-Nachrichten sogar direkt vom Mac senden und iPhone-Telefonate tätigen oder empfangen, indem man den Mac wie eine Freisprecheinrichtung nutzt.

Hier geht es zur kompletten Pressemitteilung.

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Was könnte das für Digital-DJs bedeuten?

Seit dem der Laptop Einzug ins Setup gefunden hat ist man als DJ nicht mehr davor geschützt sich mit großen Datenmengen, Backups, Kompatibilitäten und vor allem einer komplexeren Gig-Vorbereitung auseinander zu setzen. Tracks vorbereiten, auswählen und ein Set zusammenstellen nehmen mehr Zeit in Anspruch als je zuvor. Aber hat man diese Zeit?

Die Verschmelzung von Desktop und Mobilgerät würde es erlauben seine Vorbereitungen und Ideen effektiver umzusetzen ohne sich mit lässtigen Synchronisationen aufzuhalten, die einen vielleicht noch aus dem Flow holen. Man könnte seine Sets unterwegs über iPhone oder iPad vorbereiten und zu Hause oder zum Gig bereits alles auf dem Auflege-Rechner so vorfinden, wie man es auf dem Mobilgerät zuletzt angefasst hatte.

Was in der Pressemitteilung und der WWDC Keynote nicht erwähnt wurde ist das MIDI via Bluetooth Feature, welches ab OSX 10.10 und iOS8 genutzt werden kann, um MIDI-Signale zwischen Desktop und Mobilgerät hin und her zu senden. So können nicht nur kabellos MIDI-Befehle von einem iPhone oder iPad an eine Software auf dem Mac gesendet werden, sondern auch andersrum. Der Mac wird also zum kabellosen MIDI-Interface, dass es erlaubt mehrere Geräte parallel zu nutzen. Bleibt abzuwarten, welche Latenzen sich dahinter verstecken und in wie weit sich DJ Software- und Hardware Hersteller auf dieses Feature einlassen, um Desktopanwendung mit den iOS App weiter verschmelzen zu lassen. Um MIDI über Bluetooth 4.0 nutzen zu können, sollte man einen Mac ab Baujahr 2012 besitzen und/oder ein iPhone 4S, iPad mini oder iPad mit Retina Display.

Wer mag, kann sich hier zum OSX Yosemite Betatester anmelden!

Was denkst Du über diese neuen Features? Wie würdest Du sie einsetzen?