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Review: David August – DCXXXIX A.C. [99CHANTS]

Wir müssen uns hier nichts vormachen. Wer bei der atmosphärischen Königsdisziplin Ambient angekommen ist, hat diesen Schritt bewusst gewählt. Es geht hier um Ausbruch und Befreiung. Befreiung von eingefahrenen Wahrnehmungsgewohnheiten, von schier maschinellen Zwängen, die immer und immer wieder dem gleichen Schema folgen müssen. Kein Wunder, wollen Bassläufe doch dazu beitragen, gedankliche Struktur in ein Stück zu flechten. Doch was tun, wenn wir nur noch Statik im trotzigen Four-To-The-Floor-Bullshit finden aber keine Ästhetik mehr darin sehen? Oder einfach nur mal eine Pause brauchen? Erstmal tief durchatmen. In sich gehen. Und ein Ambient-Album aufnehmen. So geschehen beim Hamburger David August, der nach einer längeren Auszeit unter neuen Vorzeichen zurück ist aus dem kreativen Exil.

Mit dem sperrigen Titel »DCXXXIX A.C.« deutet August zunächst nur entfernt an, sich mit seinen italienischen Wurzeln musikalisch auseinandersetzen zu wollen. In 24 knappen Intermezzi entledigt er sich den Erwartungen an verspielt-harmonische House-Hymnen und kreiert eine Klangkulisse rein zu Selbstzwecken. Hier sollen keine lässigen Grooves zum entspannten Mitwippen animieren. August wirkt ganz bei sich selbst und im Begriff, spiritueller Erleuchtung auf der Spur zu sein. Egal scheint auch, ob und wie unbequem die einstündige Suite für sein Publikum klingen mag. Konsequenterweise bedeutet das auch, für ein neues Setting sorgen zu müssen: 99CHANTS ist sein, der Gelegenheit geschuldet, neues Label. Selbstverständlich zu 100% independent, sollen dort künftig 98 weitere so genannte »Chants« über den Äther fließen. Ein Plus am Rande: Trotz seiner schöpferischen 180-Grad-Wende, verzichtet August hier auf Alter-Ego-Zirkus.

Tracklist / © 99CHANTS

Dennoch geht es deshalb nicht weniger pathosbeladen zu. Höchst dramatisch und nahezu szenisch durchdacht, stechen einige Stücke klanglich deutlich hervor. »1999 D.C.« unterbricht den selbsternannten einstündigen Atmer mit verknoteten Vocalspuren, klirrendem Krach und knirschendem Holz. Ein langes Piepen bleibt im Ohr hängen. Gleich darauf zieht das Stück »Echoes« zurück in die skurrile Traumwelt. Nur für wenige Momente wirkt diese durch Donnern bedroht, entlädt sich durch ein virtuoses Saxophon-Solo aber in Entspannung. Kaum zehn Minuten verstreichen, so wird deutlich: Augusts Ambient säuselt nicht nur wohlig vor sich hin. Nein, hier wird aktiv, manchmal gar hektisch nach neuen Zugängen gesucht.

Ambient bedeutet nicht zuletzt auch, in sich selbst hineinzuhorchen. Sehen und vor allem hören was da lauert. Die Lesart gleicht einem Ventil des Unterbewusstseins. In dem Stück »Underground« geht es deutlich sakraler zu. Vielfach überlagerte Choral-Spuren knallen aufeinander und verleihen der existenten oder eben nicht existenten Narrative des Albums einen kirchlichen aber schwermütigen Charakter. Insbesondere »Modern Testament« wartet mit derben Distortions auf und züchtet sich postapokalyptische Vatikan-Ruinen heran, die im darauffolgenden knappen »Pursuance« die Kulisse eines satten Floor-Fillers bilden könnten. Auch »Gospel Of A Thief« wirkt fast manisch und füttert diese dunklen Nuancen.

Was sich im Waschzettel zur korrespondierenden Visualisierung auf YouTube als ein Ergebnis aus Sessions in Island, Italien, Berlin und über dem Atlantik liest, scheint tatsächlich aber ein vertontes Gedankenexperiment geworden zu sein. Wichtig ist, neuen Impulsen einen Raum geben zu können. Und das älter werden auch bedeutet, Neues probieren zu können. Denn »DCXXXIX A.C.« ist auch David Augusts Suche nach etwas: Dem Anfang von etwas neuem und dem Ende von etwas altem. Vielleicht hat Pause machen noch nie so gut getan.

 

 

Review: Patlac – Blinded [Connaisseur Recordings]

Tiefer, tiefer immer tiefer ziehen die Geister der Nacht ihre Kreise und Bahnen, lassen Euphorie und Depression in Phasen voreinander-, hintereinander- oder nebeneinanderher rauschen. Rastlos und unruhig, ist das Ziel der Weg. »Blinded«, Patrick Müllers erster Gehversuch auf Albumlänge, stolpert melancholisch trüb aber beobachtend wach durch die Nächte vertrauter Ecken in seiner (nun) Heimat Hamburg. Auf elf kohärenten Tracks löst sich Patlac von der jahrelangen Liebe*Detail-Narrative und übt sich entsprechend dem Frankfurter Label Connaisseur (Kollektiv Turmstrasse, Of Norway u.a.) in neuem Livingroom-Charme.

Die Idee: Visuelle Eindrücke aus der Fahrt zwischen Wohnung und Studio mit Hamburgs gelber Ringbahn U3 aufsaugen und in das Wohnzimmer transportieren. Denn »Blinded« funktioniert auch und gerade wegen des Konzepts außerhalb von Club-Kontexten. Bereits das knapp einminütige Intro »Into The Dawn« trichtert die Aufmerksamkeit bewusst in eine abwartende, schwummerige Atmosphäre des Abfahrens. Vor allem »Passenger« und »You« sind gleichwohl treibend wie zurückgelehnt. Das Spiel mit Bewegung, wechselnden Raum- und Lichtverhältnissen und der kurzweiligen Absage an die Zeit wird für die Dauer des Albums spürbar griffig und konkret skizziert. Insbesondere das Herzstück der Platte, »Light«, nähert sich durch dezente Ambient-Details einem meditativen Höhepunkt.

Leichte Spokenword-Vocals von Afra lösen die anfänglich nervösen Sentiments in Kraft und Beruhigung auf. So sind die Vorzeichen des vom Deep House weichenden, technoiden Auswuchses »Zone000-105« deutlich freundlicher als es vielleicht an früherer Position suggerieren hätte können. Spürbar inspiriert vom Gedanken der Dokumentation sorgen szenische Feinheiten für klangliche Tiefe. Dank behutsam platzierter Fieldrecordings (»HsB62 To VnSg«) malt Patlac eine wesentlich harmonischere Klangwolke seiner Stadt als es beispielsweise die Realität von Actress in »Ghettoville« sein wollte. Musik muss eben nicht immer Chaos sein und Hamburg ist nicht Wolverhampton.

Auch deshalb ist der Abschluss um »Run« um ein Vielfaches versöhnlicher als erahnen lässt. Der herbe Rausch der vergangenen Nacht scheint verflogen und der Silberzug der U3 nähert sich dem Haltepunkt. Zu Beginn empfiehlt sich »Blinded« noch als Träger für den bevorstehenden Abend. Erst nach einer guten halben Stunde offenbart sich, Patlac spricht hier vor allem auch die Afterhour-Gemeinde an. Die ersten Lichtstrahlen vom Tagesanbruch beißen süß im Augenschein und das gleichnamige Schlußstück »Blinded« entfaltet seine eigentliche Bedeutung. Geblendet meint hier nicht, zerrissen durch die Nacht zu stolpern.

Es scheint als würde einmal das gesamte Gefühlsspektrum durchdekliniert und schließlich in einer versöhnenden, intimen Zufriedenheit zusammenkommen. So meistert Patlac die Kür des Konzeptalbums recht ordentlich, weil er vor lauter Ideen nicht den roten Faden verliert. Die Idee der Frankfurter des so genannten Livingroom Technos lernt so auch außerhalb von Compilations das Laufen.

 

© Connaisseur Recordings

 

Release: 26.01.2018 auf Connaisseur Recordings.

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Patlac SoundCloud

 

 

 

 

 

 

 

 

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Review: Keinemusik – You Are Safe

In den letzten Jahren hat kaum jemand so einen kontinuierlichen Aufstieg erlebt wie die Berliner Crue um Keinemusik. Zu Recht, denn die jeweils veröffentlichten EPs sind jedes Mal ein Garant um die Club-Stimmung auf ein nächstes Level zu heben. Es ist interessant, wie sich sowohl nur gelegentliche Partygänger als auch Connaisseure auf die Tracks einigen können, Hang zum Mainstream und Befriedigung des Undergrounds vermischen sich hier auf lässige Art und Weise. Kaum jemand kommt an die schwungvollen Grooves von Rampa heran, wenige kreieren große Emotionen wie &ME und niemand erforscht die Fusion von Indie und House derart wie Adam Port. Die Erwartungen sind also groß, wenn die drei Hauptakteure des Imprints als „Keinemusik“ ein gemeinsames Album ankündigen. Was kann es?

Die LP beginnt geheimnisvoll, der Titeltrack „You Are Safe“ als Intro wird als solches vermutlich auch in vielen kommenden Sets einiger DJs vorkommen, der langsame Aufbau lässt Großes erahnen, baut Spannung auf. Die folgende Nummer „Café Des Schicksals“ knüpft an diese Atmosphäre an, dubbige Sounds und verhallte Vocals schieben den Eindruck langsam in das gewohnte Territorium von Keinemusik: Club. Diese Andeutung wird in der Folge erfüllt, „Civilist“ ist der erste definitive Tanzflächen-Hit des Albums. An dieser Stelle meint man das erste Mal einen der Jungs heraushören zu können, der Track klingt mit seinem Groove und der Reduzierung auf hauptsächlich einen prominenten Synth-Sound sehr verdächtig nach Rampa.

Apropos, einmal angefangen mit dem Versuch, die einzelnen Artists zu identifizieren, stößt man doch an einigen Stellen des Albums auf das gleiche Phänomen: Bei „Muyè“ – übrigens der zweite Hit – ist die Versuchung der Zuordnung zu &ME durch die Ähnlichkeit zu “The Rapture” groß, ähnlich verhält es sich bei „ Lover“ und dem schon genannten “Café Des Schicksals”, bei denen man auf Adam Port als Haupt-Urheber wetten möchte. In der Folge teilt sich das Album in drei Sparten gefühlt neu auf: Potentielle Tracks der einzelnen Artists, Tracks die sich nach einer Kooperation der dreien anhören und zwei herausstechende Songs mit Vocal-Features und Hip-Hop-/RnB-Einflüssen. Dass der Gedanke, dass alle drei als „Keinemusik“ auftreten nicht ganz konsequent durchgezogen worden zu sein scheint, führt aber nicht zu Enttäuschung, sondern zu Diversität: Gerade die beiden Songs mit Chiara Noriko und Nomi Ruiz ergänzen das Label-Spektrum um eine bis dato kaum bekannte Nuance, die sich mutig vom szeneimmanenten Einheitsbrei abgrenzt.

Erstaunlich, wie Rampa, &ME und Adam Port auch über die Genregrenzen hinaus kontinuierlich hohe Qualität liefern können. Zusammengefasst ergibt diese Zusammenstellung also ein sehr gutes Album, das die hohen Erwartungen befriedigen wird und dabei gleichzeitig neues Terrain erkundet.

 

Credit: Keinemusik

 

Release: 24.11.2017 auf Keinemusik

 

 

 

 

 

 

 

 

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Test: NOCS NS900 Live – DJ Kopfhörer

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Nocs NS900 Live

Wir hatten den NOCS NS900 Live bereits zur Musikmesse 2014 vorgestellt und haben jetzt den schwedischen Kopfhörer im schlanken Design über mehrere Wochen getestet. Was wir dabei herausgefunden haben und wie sich der NOCS NS900 Live im Vergleich zum  Sennheiser HD-25 schlägt, kannst Du dem nachstehenden Test entnehmen.

 

In the Box

Schon die Verpackung des NOCS NS900 sieht vielversprechend aus und macht das Auspacken zum Erlebnis. Die verwendete Verpackung ist ein sauber verarbeiteter Karton, der durch einen Magnetklipp geschlossen wird und im Inneren den Lieferumfang wie ein clean dekoriertes Schaufenster wirken lässt. Im Lieferumfang sind neben dem Kopfhörer enthalten:

  • 1 Android-Smartphone-Kabel
  • 1 iPhone-Kabel
  • 1 DJ-Spiral-Kabel mit schraubbarem Adapter
  • 1 Kopfhörertasche

Beschaffenheit

IMG_4120Der NS900 besitzt ohraufliegende Höhrermuscheln, die mit einem Kunstlederüberzug ausgestattet sind. Ein Ersatzpaar ist nicht im Lieferumfang enthalten. Die Befestigung der Ohrpolster ähnelt der des HD-25, d.h. sie sind mit einem Band über den Treiber gestülpt. Der Wechsel der Ohrpolster kann damit zwar in angemessener Zeit erledigt werden, aber die innovativste Variante ist es nicht. Die Kopfhörermuscheln sind auf einem Metallbügel gelagert und mit großen Inbusschrauben daran befestigt. Dadurch lassen sie sich in der Höhe verstellen oder auch komplett arretieren. Einen Inbusschlüssel vermisst man aber im Lieferumfang. Der Metallbügel ist seitlich offen und an der Aufliegefläche mit einem Gummiüberzug versehen, der auf der Innenseite eine versteckte Kabelführung ermöglicht. Die innen liegenden Anschlüsse sind mit kleinen Klinkensteckern ausgestattet, was den Wechsel eines Treibers ohne Fummeleien zulässt. Die verschiedenen Kopfhörerkabel können jeweils mit einem Mini-Klinken-Bajonett-Verschluss an einer Ohrmuschel befestigt werden.

Alle verwendeten Materialen sind sauber verarbeitet und hinterlassen einen sehr soliden Eindruck, der durch das schlanke Design des Kopfhörers nochmals aufgewertet wird.

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Tragekomfort

Der NS900 sitzt bequem auf dem Kopf. Der Bügel hat etwas weniger Spannung, als der des HD-25 und verfügt somit über einen ausgewogenen Anpressdruck, der auch bei längeren Sessions keine schmerzenden Druckstellen verursacht. Die gute Polsterung der Ohrmuscheln trägt dazu ebenfalls bei. Wenn man längeres Haar trägt, dann kann der gummierte Kopfbügel auf Dauer etwas nerven, da er ständig an den Haaren zieht. Bei Glatzen oder Kurzhaarfrisuren ist das weniger dramatisch (Nach einem Besuch bei meinem Frisör kann ich das bestätigen :-)). Durch das Fehlen eines zusätzlichen Gelenkes lässt sich der NS900 zwar auch auf nur einer Kopfseite tragen, jedoch ist der Sitz dann nicht mehr ganz so optimal. Die Kugelgelenke der Ohrmuscheln können dies nur bedingt kompensieren. Insgesamt sitzt der NS900 aber gut auf dem Kopf und bleibt dort auch bei stärkeren Kopfbewegungen.

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Sound im Vergleich zum Sennheiser HD-25

Der Klang des NS900 wurde mir vorab als AIAIAI TMA-1 ohne übermäßigen Bass-Anteil beschrieben. In der Tat kann man diese Beschreibung auch so stehen lassen. Im Vergleich zum HD-25 wirkt der NS900 jedoch wie ein HiFi-Kopfhörer. Bass und Höhen sind präsent, jedoch wurde ein gutes Stück der Mitten abgesenkt. Damit werden wichtige Elemente fürs Mixing immer noch erkannt, jedoch wird man im Wechselspiel zwischen NS900 und HD-25 den Eindruck nicht los, dass ein gutes Stück an Transparenz verschluckt wird. Fürs Mixing ist diese Tatsache von sekundärer Bedeutung. Wer jedoch außerhalb der DJ-Kanzel auf eine Musikwiedergabe mit hoher Detailtreue setzt, wird mit dem NS900 nicht glücklich werden. Die Ausgangsleistung des NS900 liegt mit 110 dB im Mittelfeld und bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung.

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Fazit

Ich habe in den letzten Wochen sehr viele DJ-Kopfhörer getestet und konnte mir ein gutes Bild davon machen, wie unterschiedlich der Klang doch sein kann.  Ein HD-25 Fanboy wird den NS900 mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen seiner Klangcharateristik weniger mögen. Dafür sind die Mitten zu wenig präsent. Deutliche Pluspunkte sammelt der NS900 durch sein gute Verarbeitung, das Design und die beiliegenden Smartphone-Kabel. Besonders wenn man unterwegs Musikhören möchte, um sich neue Tracks einzuprägen, ist das Smartphone-Kabel mit Fernbedienung eine sehr komfortable Lösung. Weniger praktisch ist der NS900 für DJs, die gerne eine Kopfhörermuschel wegklappen, denn durch das fehlende Gelenk sitzt der Kopfhörer nicht mehr ganz so gut auf dem Kopf.

Preis: 249.- Euro

Lieferzeit: sofort

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NOCS NS900 Live – DJ Kopfhörer

NOCS NS900 Live – DJ Kopfhörer
76.666666666667

Verarbeitung

9/10

    Ausgangsleistung

    7/10

      Tragekomfort

      7/10

        Pro

        • 3 Verschiedene Kabel (Android Remote, iPhone Remote, DJ-Kabel)
        • Sehr gute Verarbeitung
        • Zeitloses Design

        Contra

        • Hoher Anschaffungspreis
        • Fehlendes Bügelgelenk

        Alternativen

        AIAIAI TMA-1, 179.-

        Sennheiser HD-25 II, 179.- 

        Pioneer HDJ-70C, 189.-

        Zomo HD2500, 169.-

         

         

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